Die Technologie

Dyesols Technologie basiert auf der Farbstoffsolarzelle (DSC), einer photovoltaischen Technologie der 3. Generation.
 
Die DSC-Technologie lässt sich am besten als „künstliche Photosynthese“ beschreiben, bei der ein Elektrolyt, eine Schicht Titandioxid (ein in weißer Farbe und Zahnpasta verwendetes Pigment) und Rutheniumfarbstoff verwandt werden, die zwischen Glas eingelegt sind. Durch Lichteinfall in den Farbstoff werden Elektronen angeregt, die vom Titandioxid absorbiert werden. Dabei entsteht ein elektrischer Stromkreislauf, der um ein Vielfaches stärker ist als der, der sich bei der natürlichen Photosynthese in Pflanzen ergibt.

Im Vergleich zu herkömmlicher photovoltaischer Technik auf Siliziumbasis sind bei Dyesols Technologie die durch die Herstellung entstehenden Kosten und die graue Energie niedriger, und selbst bei normalen Lichtverhältnissen wird Elektrizität effektiver produziert. Außerdem kann sie durch das Auswechseln konventioneller Verglasung direkt in Gebäude integriert werden, anstatt Dachflächen oder zusätzliche Grundstücksareale erforderlich zu machen.

Sie besitzt mehrere Vorteile: Es müssen keine teuren Rohstoffe verwendet werden, der Fertigungsprozess produziert keine toxischen Emissionen und es besteht das Potential für schnelle Effizienzsteigerungen.

Dyesol steht bei der Entwicklung und Kommerzialisierung der DSC-Technologie an führender Stelle. Allein im Jahr 2008 hat Dyesol eine Reihe bahnbrechender Erfolge erzielt. Dazu gehörten der Nachweis einer mehr als 11%igen Spitzeneffizienz bei der Umwandlung von Sonnenlicht in Elektrizität; die Vorführung mehrfarbiger, robuster und flexibler Zellen für Tarn- und Sicherheitsanwendungen; sowie der Nachweis der praktischen Anwendung von DSC auf einer Bandstahlbeschichtungsanlage.

Vorteile der DSC-Technologie
  • Viel weniger abhängig vom Einfallswinkel der Strahlung - effektiv ein mit Farbstoff vollgesauger „Lichtschwamm“
  • Erbringt Leistung unter den verschiedensten Lichtbedingungen
  • Weniger empfindlich gegenüber Änderungen in der Umgebungstemperatur
  • Viel weniger empfindlich gegenüber Beschattung - benötigt keine Dioden
  • Möglichkeit transparenter Module - gestattet weitere Anwendungen
  • Tatsächlich beidflächig - absorbiert Licht von beiden Seiten - umkehrbar
  • Produktionsanlagen für DSC benutzen weithin verfügbare, kostengünstige Verarbeitungsapparaturen, die wesentlich billiger sind als die für Siliziumzellen benötigten
  • Der kumulative Energieaufwand für DSC-Module ist geringer als bei allen anderen Arten von Solarzellen
  • DSC kann zur Produktion von Powerpacks, Sensorlösungen und direkte chemische Fertigung in Tandemdesigns verpackt werden
  • Die DSC-Leistung kann ohne die Benutzung von Konzentratoren durch Tandem- und optische Techniken verstärkt werden